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Silence - 3D virtual exhibition by Art up

Silence

Thu, 04/02/2020 to Sat, 04/11/2020

curated by:

VIEL ZU LAUT! Immer mehr Menschen fühlen sich in städtischen Zentren von Verdichtung und
Informationsflut bedrängt. Ende 2019 bestätigte die „Charta der Neurourbanistik“ die Dring-
lichkeit, sich mit der Wirkung urbaner Kultur auf die Psyche auseinanderzusetzen.

Unter dem Motto SILENCE erforschten die Künstler*innen CATY FORDEN, ZUZANA RICHTER,
MATHIAS ROLOFF und FELICIA SCHEUERECKER sechs Monate lang das Thema im sich rasant
verändernden Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Sie erarbeiteten ein Konzept zur Präsentation
ihrer Werke im öffentlichen Raum, das Ruhe dorthin bringen kann, wo sich eine Tendenz zur Reiz-
überflutung bemerkbar macht.

DIE KÜNSTLERINNEN

„Urbane Reflexionen beschäftigen mich seit langem“ – so die Malerin CATY FORDEN. Ihre Stadt-
landschaften sind Spiegel der Seele. Sie nehmen uns mit zu einer Spurensuche nach uns selbst im
flirrenden Großstadtlabyrinth. Dort heben sie die Flüchtigkeit der Betriebsamkeit in der Spannung
zwischen Vergangenem und Künftigem auf.

Der Maler MATHIAS ROLOFF, dessen Werk mit Mythen und Traditionen kommuniziert, untersucht
in seiner Arbeit, wie Abhängigkeiten auf das Handeln eines Individuums wirken. Seine Gemälde fragen
danach, wie unser Dialog mit äußeren Einflüssen zu einer Verschiebung unserer moralischen Grenzen
beiträgt. Roloffs Bildwelten erinnern uns an unsere Hinfälligkeit – jedoch nicht ohne
eigenwilliges Leuchten.

Das Verborgene, Verdrängte, leicht Übersehbare steht im Fokus der Fotografin FELICIA SCHEUERECKER. Scheuerecker interessiert der Moment der konzentrierten Betrachtung, der erlaubt, Menschen und Körper
auf immer wieder neue Art zu entdecken. Ihre streng komponierte Schwarzweißfotografie zieht uns hinein
in ein befreiendes Spiel mit Geschlechteridentitäten. Innehalten ist für sie Notwendigkeit, weshalb sie sich
für die Analogfotografie entschieden hat.

ZUZANA RICHTER fotografiert dagegen digital, doch wirken ihre Bilder wie aus der Zeit gefallen.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begegnen sich darin wie Bewegung und Ruhe in einer kontempla-
tiven Synthese.

Die Arbeiten von Forden, Roloff, Scheuerecker und Richter schenken uns das, was sich viele zunehmend
wünschen: Zeit und Raum, sich selbst zu begegnen.

SILENCE wurde begleitet von den Kurator*innen Michaela van den Driesch und Christian Kneisel. Für
die Zeit vom 2. bis 11. April 2020 war eine Ausstellung in der Galerie Salon Halit Art geplant, die die
Ergebnisse des Arbeitsprozesses zusammen mit ausgewählten Originalen der Künstler*innen zeigt.
An ihrer Stelle steht nun – zunächst – diese virtuelle Show.

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