Menu

Das Lonka Projekt - 3D virtual exhibition by Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Das Lonka Projekt

Eine fotografische Hommage an
die letzten Holocaust-Überlebenden

Das LONKA PROJEKT wurde im Februar 2019 von den Fotografen Rina Castelnuovo und Jim Hollander in Jerusalem als Hommage an Rinas Mutter LONKA, Dr. Eleonora Nass (1926-2018), initiiert. Als Mädchen überlebte LONKA fünf Konzentrationslager der Nazis und verstarb erst im Alter von 92 Jahren in Israel, das sie so liebte. Die letzten Überlebenden des Holocaust leben noch unter uns. LONKA repräsentiert ihre Lebenskraft – LONKA waren alle Holocaust-Überlebenden, die uns Tag für Tag und Stunde um Stunde verlassen – leise und bescheiden.
Innerhalb von zwei Jahren hat sich das LONKA PROJEKT rasant entwickelt und ist zu einer internationalen Zusammenarbeit herangewachsen. Getragen wird das Projekt von rund 250 der weltweit führenden Fotografinnen und Fotografen, die ihr Talent in 30 Ländern eingebracht und jeweils einen Überlebenden in dem Kontext festgehalten haben, der eine einzigartige und unvergessliche Aussage über ihr Leben macht. Stetig erhalten die Initiatoren neue Zusendungen. Die an dem Projekt beteiligten Fotograf*innen haben sich mit der Vergangenheit auseinandergesetzt, die Holocaust-Überlebende zeitlebens begleitet. Eine Vergangenheit des Grauens und des Leidens, die Tausende von Fotografien nicht vollständig erfassen können. Neben prominenten und erfahrenen Fotografen sind es viele aufstrebende und talentierte Mitglieder der neuen Generation, für die dies ihre erste Begegnung mit einem Überlebenden war, eine aufschlussreiche und unvergessliche Beziehung, wie sie bestätigen. Eine erste Ausstellung mit den Portraits und den verstörenden sowie berührenden Geschichten startete im Januar 2020 im Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN) in New York, zeitgleich mit dem 75. Jahrestag der Befreiung der europäischen Vernichtungslager.
Wir leben in einer Zeit, in der die Herausforderung der Holocaust-Erinnerung immer schwieriger wird. Die neuen Wellen des Antisemitismus, nochmals verstärkt in der Corona-Zeit durch antisemitische Weltverschwörungserzählungen, zeigen konkret, wieviel falsches Geschichtsdenken bei vielen Menschen vorhanden ist. Sie belegen die dringende Notwendigkeit von Dokumenten, die die dunkelste Periode der modernen Geschichte veranschaulichen und hierüber aufklären.
Mit dem LONKA PROJEKT entwickelt sich ein neues, einzigartiges Archiv über das größte Verbrechen des 20. Jahrhunderts zu einem visuellen Zeugnis, das anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Todes- und Vernichtungslager zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Widerstandsfähigkeit der Holocaust-Überlebenden feiert. Die beteiligten Fotograf*innen sind in diesem Sinne die Bewahrer der Erinnerungen für jene zukünftigen Generationen, die nie einen Holocaust-Überlebenden gekannt haben. Die einfühlsamen und kontemplativen Portraits ehren die Überlebenden und bilden ein lebendiges Zeichen für den ungeheuren Lebenswillen dieser einst totgeweihten Menschen, die in ihren jungen Jahren Menschenverachtendes, Erniedrigendes und Grausames erleiden mussten. Geht man nach den Initiatoren des Projekts, haben diese Menschen nie nach irgendetwas gefragt, sondern waren immer nur glücklich zu leben.

„Es gibt kein Ende des Erinnerns.
Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte.
Denn ohne Erinnerung verlieren wir unsere Zukunft.“
(Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Berlin 8. Mai 2020, anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa)

Ein ganz großer Dank gilt den Initiatoren und Co-Direktoren Rina Castelnuovo und Jim Hollander. Das LONKA PROJEKT wurde von Jim Hollander, dem Sohn von Gino Hollander, einem amerikanischen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis kämpfte, und Rina Castelnuovo, Lonkas Tochter, ins Leben gerufen.

Kuratorin der Präsentation in Berlin ist Gisela Kayser.

Projektmanagement in Berlin: Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

www.fkwbh.de

Finanziert mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin

Do you like the exhibition?

Cookies help us to provide certain features and services on our website. By using the website, you agree that we use cookies. Privacy policy